05.09.2023

LFRN begrüßt Finanzierungssicherung für Netzwerk ProBeweis

Das an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) verankerte Netzwerk ProBeweis bietet seit über 10 Jahren Betroffenen von häuslicher oder sexueller Gewalt eine verfahrensunabhängige und vertrauliche Spurensicherung an. Für die Ausweitung dieses Angebotes im Flächenland Niedersachsen hat sich der Landesfrauenrat immer wieder stark gemacht. Mittlerweile gibt es mit 45 Untersuchungsstellen an 39 Partnerkliniken ein flächendeckendes Beweissicherungsangebot für Gewaltopfer. 

Ein großer Schritt zur Stärkung dieses besonderen Angebotes für Vergewaltigungsopfer stellt die vertragliche Vereinbarung dar, die nun von Gleichstellungsminister Dr. Andreas Philippi und den gesetzlichen Krankenkassen unterzeichnet wurde. Damit wird die forensische Spurensicherung durch das Netzwerk ProBeweis ab 1. Januar 2024 eine kassenfinanzierte Leistung. Auch die landesseitige finanzielle Unterstützung für das Netzwerk ProBeweis wird erhöht.

Marion Övermöhle-Mühlbach, Vorsitzende des Landesfrauenrates Niedersachen, betont: „Für den Landesfrauenrat steht der Kampf gegen Gewalt gegen Frauen immer ganz oben auf der Agenda. Die Forderungen der Frauenlobby in Niedersachsen zur Ausweitung von Unterstützungs- und Hilfeangeboten für die Betroffenen durchzieht unsere politische Arbeit. Es ist ein großer Schritt, dass in Niedersachsen als erstem Bundesland die medizinische Beweissicherung nach Vergewaltigung kassenfinanziert angeboten wird.“