Das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vom 6. September 2026 markiert einen Einschnitt: Eine als gesichert rechtsextrem eingestufte Partei wurde mit großem Abstand stärkste Kraft und verfehlte die absolute Mehrheit nur knapp. Für die Konferenz der Landesfrauenräte (KLFR) ist dieses Ergebnis ein Alarmsignal weit über Sachsen-Anhalt hinaus. Auch in anderen Bundesländern ist eine gravierende Diskursverschiebung zu erkennen und viele erkämpfte Rechte werden offen in Frage gestellt. Die KLFR befürchtet, dass der politische Rechtsruck zivilgesellschaftliche Strukturen und die gleichstellungspolitische Arbeit mit wachsender Härte treffen wird.
Die KLFR warnt eindringlich davor, das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt als isoliertes ostdeutsches Phänomen abzutun. Die politische Richtung, die sich hier abzeichnet, ist eine Gefahr für die Demokratie insgesamt und sie macht an keiner Landesgrenze halt. Auch mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin am 20. September 2026 ist klar: Diese Entwicklung kommt überall an. Gleichstellungspolitische Errungenschaften, zivilgesellschaftliches Engagement und demokratische Strukturen stehen bundesweit unter Druck.
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Dr. Barbara Hartung, Vorsitzende LFRN, Tel. +49 171 7815966, hartung@landesfrauenrat-nds.de
