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Fachforen

Mit seinen Fachforen schafft der Landesfrauenrat Niedersachsen zweimal jährlich Raum für Information, Austausch und frauenpolitische Debatten. Im Mittelpunkt stehen aktuelle gesellschaftliche und gleichstellungspolitische Themen, die Frauen in Niedersachsen bewegen und politische Impulse setzen.

Die Themen werden von einer Arbeitsgruppe des Landesfrauenrates vorbereitet und gemeinsam entwickelt. Je nach Schwerpunkt laden wir Expert*innen aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Praxis ein, die mit ihren Vorträgen und Diskussionsbeiträgen unterschiedliche Perspektiven einbringen und den fachlichen Austausch bereichern.

Die Fachforen richten sich an die Mitgliedsverbände des Landesfrauenrates sowie an interessierte Akteur*innen aus Politik, Verwaltung, Verbänden und Zivilgesellschaft. Sie bieten Gelegenheit, Wissen zu vertiefen, Erfahrungen auszutauschen, Netzwerke zu stärken und gemeinsam Lösungsansätze für aktuelle frauenpolitische Herausforderungen zu entwickeln.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu unseren kommenden Fachforen sowie Rückblicke auf vergangene Veranstaltungen.

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2026/2 – Frauen gestalten Sport: Führung, Teilhabe, Perspektiven

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder, liebe Frauen,    

bereits heute möchten wir Sie herzlich zu unserem 2. Fachforum 2026 mit interessanten Gästen und Impulsen einladen, das in Kooperation mit dem LandesSportBund Niedersachsen e. V. veranstaltet wird:  

Frauen gestalten Sport: Führung, Teilhabe, Perspektiven
am Samstag, 21. November 2026  
von 10 bis 13 Uhr  

Veranstaltungsort:  
Akademie des Sports
Ferdinand-Wilhelm-Fricke Weg 10
30169 Hannover 

Frauen leisten einen unverzichtbaren Beitrag im Sport – als Athletinnen, Trainerinnen, Schiedsrichterinnen, Ehrenamtliche und Funktionsträgerinnen. In den Führungsstrukturen von Vereinen und Verbänden sind sie jedoch weiterhin unterrepräsentiert.

In diesem Fachforum diskutieren wir gemeinsam mit Vertreter*innen aus Wissenschaft, Politik und Sport aktuelle Erkenntnisse, bestehende Herausforderungen und erfolgreiche Ansätze für mehr Geschlechtergerechtigkeit in Führungspositionen des Sports. Dabei stehen Austausch, Vernetzung und praxisnahe Impulse im Mittelpunkt.

Bitte merken Sie sich den Termin vor. Die offizielle Einladung mit der Möglichkeit zur Anmeldung folgt.  

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.  

2026/1 – Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte – Frauenbilder in den Medien

Großes Interesse, lebendige Diskussionen und wichtige Impulse: Unser Fachforum „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte – Frauenbilder in den Medien“ war ein voller Erfolg.

Mit Beiträgen von Christine Olderdissen (Projektleiterin beim Journalistinnenbund) und Jun. Prof. Dr. Christine Meltzer (Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover) sowie Impulsen von Dany Schrader (u. a. Chefredakteurin der HAZ) und Mechthild Schramme-Haack (NDR Rundfunkrätin) wurde deutlich, wie stark Bilder unsere Wahrnehmung prägen. Insbesondere die Wirkung von medial vermittelten Rollenstereotypen und deren Einfluss auf gesellschaftliche Vorstellungen standen im Fokus.

Gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Gästen diskutierten die Expertinnen, welche Verantwortung Medien tragen und welche politischen sowie medienpraktischen Ansätze notwendig sind, um eine vielfältigere und differenziertere Bildsprache zu fördern. Deutlich wurde: Es braucht ein bewusstes Umdenken in Redaktionen und Institutionen, um stereotype Darstellungen aufzubrechen und realitätsnahe, vielfältige Frauenbilder sichtbar zu machen.

Das Fachforum hat wichtige Denkanstöße geliefert und gezeigt, wie zentral eine kritische Auseinandersetzung mit Bildern für mehr Gleichstellung und Teilhabe ist.

2025/2 – Demokratie braucht Feminismus – Strategien gegen Antifeminismus

Am 8. November 2025 veranstalteten der Landesfrauenrat Niedersachsen, der DGB Niedersachsen und ver.di Niedersachsen-Bremen das Fachforum „Demokratie braucht Feminismus – Strategien gegen Antifeminismus“. Dabei wurden Ursachen und Erscheinungs-formen von Antifeminismus beleuchtet und Handlungsstrategien entwickelt. Hierzu äußert sich Dr. Barbara Hartung, Vorsitzende des Landesfrauenrats Niedersachsen:

„Antifeministische Angriffe und Haltungen nehmen in unserer Gesellschaft zu – bis hinein in die gesellschaftliche Mitte. Für uns aber ist klar: Geschlechtergerechtigkeit und Gleichstellung sind demokratische Grundwerte, die nicht zur Disposition stehen“.

Beim Fachforum haben die Verbände ein starkes Zeichen gegen diese Entwicklungen gesetzt und auf der anschließenden Mitgliederversammlung des Landesfrauenrats mit rund 60 Frauenverbänden eine gemeinsame Resolution mit Forderungen an die Niedersächsische Landesregierung beschlossen.

„Frauen in der Öffentlichkeit und Politik, Engagierte, feministische Projekte und Gleichstellungsbeauftragte sind zunehmend Anfeindungen ausgesetzt. Wir fordern besseren Schutz für Betroffene – sei es durch Schutzkonzepte der Landesregierung oder höhere Hürden zur Abberufung von Gleichstellungsbeauftragten“, so Merle Mangels, DGB-Referentin für Frauen- und Gleichstellungspolitik.

Friederike Wolf, Frauensekretärin bei ver.di, ergänzt: „Es müssen außerdem Bildungsprogramme an den Schulen eingerichtet werden, in denen demokratische Werte wie die Geschlechtergerechtigkeit stärker vermittelt werden.“ Diese und weitere Forderungen finden sich in der Resolution Demokratie braucht Feminismus! – Antifeminismus entgegentreten“

 

2025/1 – Wenn (Care-)Arbeit arm macht – Frauen und das Risiko der Altersarmut

Jede fünfte Niedersächsin über 65 Jahren ist armutsgefährdet. Gründe dafür sind geringere Einkommen, Erwerbsunterbrechungen durch Kindererziehung oder Pflege sowie strukturelle Benachteiligungen wie das Ehegattensplitting. Diese Herausforderungen standen im Mittelpunkt des Fachforums, das der Landesfrauenrat Niedersachsen gemeinsam mit dem SoVD-Landesverband am 29. März veranstaltete. Vertreterinnen aus Verbänden, Politik und Wissenschaft diskutierten Lösungsansätze, um das Alterssicherungssystem gerechter zu gestalten. Deutlich wurde: Sorgearbeit muss stärker anerkannt und abgesichert werden, damit Frauen im Alter nicht arm sind. Landesfrauenrat und SoVD setzen sich dafür ein, diese Impulse weiterzutragen.

2024/2 – Rolle der Bildung für Rollenbilder – Handeln jetzt!

Am 16. November fand in Kooperation mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit das Fachforum „Rolle der Bildung für Rollenbilder – Handeln jetzt!“ statt. Gerade in einer Zeit, in der traditionelle Geschlechterrollen oft noch verfestigt werden, ging es darum, neue Wege für eine geschlechtergerechte Gestaltung von Bildungswegen zu erkunden. Jenseits von Klischees und Stereotypen gaben Referentinnen aus der Praxis wertvolle Impulse zur Neugestaltung. Ein zentraler Ansatz ist die konsequente Umsetzung der Vorgaben des Niedersächsischen Schulgesetzes: „Junge Menschen sollen befähigt werden, ihre Beziehungen zu anderen Menschen nach den Grundsätzen der Gerechtigkeit, der Solidarität und der Toleranz sowie der Gleichberechtigung der Geschlechter zu gestalten.“ Damit dies gelingt, muss der Geschlechteraspekt verpflichtend in die Lehramtsausbildung integriert werden.

2024/1 –  Europa stärkt FRAUEN stärken Europa

Das gemeinsam mit dem Europäischen Informationszentrum (EIZ) Niedersachsen konzipierte Fachforum „Europa stärkt FRAUEN stärken Europa“ stand, angesichts der steten Zunahme rechtsextremistischer und damit antidemokratischer und antifeministischer Strömungen in unserer Gesellschaft sowie der in mehreren EU-Mitgliedsstaaten beobachtbaren Rückschritte bei der Gleichstellung der Geschlechter ganz im Zeichen der Wahl zum Europäischen Parlament am 9. Juni. Dabei wurde am Beispiel der Akademisierung der Hebammenausbildung sowie der EU-Richtlinie gegen Gewalt an Frauen die wichtige Rolle der EU als zentraler Motor der Geschlechtergerechtigkeit beleuchtet. Die Dialogphase bot zudem die Möglichkeit, sich mit den Gründen für geschlechtsspezifische Unterschiede im Wahlverhalten von Frauen auseinanderzusetzen oder zu diskutieren, wie Männer für das Thema Gleichstellung zu Verbündeten werden können.

2023/2 – Frauen zählen! Für eine geschlechtergerechte Verteilung öffentlicher Mittel

Profitieren Frauen weniger von öffentlichen Mitteln? Diese Frage stand beim Fachforum „Frauen zählen! Für eine geschlechtergerechte Verteilung öffentlicher Mittel“ zur Debatte, zu der die Friedrich-Ebert-Stiftung gemeinsam mit dem LFRN am 18. November 2023 in das Kulturzentrum Pavillon in Hannover eingeladen hat. Über 120 Personen nehmen an der Veranstaltung teil – ein toller Erfolg, der davon zeugt, wie aktuell und bedeutend das Thema Gender Budgeting ist.

Nach Impulsen von Dr. Regina Frey und Boris von Heesen wird im anschließenden Fachgespräch intensiv diskutiert, ob und inwieweit öffentliche Mittel Frauen und Männern unterschiedlich zugutekommen und welche Auswirkungen verteilte Mittel wiederum auf Frauen und Männer haben.